Schlichte Freude?? Jubelnde Ekstase??

Die schlichte Freude wahren Seindürfens und wachen Wahrnehmens ist das Gesuchte

Der aufsteigende Wasserstrahl aus einem Drachenschlund steht für das Erwachen in die Eine Lebendigkeit: Es ist ein wahres Fest.

Das Eingehen der Schöpfungen in die ewige Präsenz

Unser Zeitempfinden bestimmt das persönliche Menschsein. Indessen verlassen wir die Zeitlichkeit im Konzentriertsein auf etwas, was wir voll und ganz erfahren wollen. In äußerster Aufmerksamkeit verfolgen wir bspw. das Abbrennen einer Zündschnur; den zischenden Aufstieg eines Feuerwerkskörpers in den hohen Nachthimmel; die sich sekundenschnell in die tiefe Schwärze dehnende Performance von Formen und Farben; den ewigen Moment der ausgefalteten Lichteffektsblüte; und das zarte Hineinschmelzen dieser Lichterscheinung in die vollkommene Stille ewiger Präsenz.

Stilles Staunen ist unsere wahre Natur

Das konzentrierte Schauen eines Wunders der Schöpfung schließt uns ein ins stumme Gebet: in die Erfahrung des fülligen Nichts. Wir stehen im Bann unserer wachen Aufmerksamkeit ..... und alle Denkprozesse erlöschen.

Im Staunen sind wir Menschenkinder all-eins.

Es existiert kein Empfinden von Etwas-erreichen-Müssen in diesem klaren Präsentsein. Probieren wir uns aus beim experimentierfreudigen Spielen im Sandkasten der Manifestation, so schmilzt unser Persönlichkeitsempfinden in das unpersönliche Wahrnehmen und Empfinden des schöpferischen Potentials.

Das umfassende Dürfen

"Ich darf leben. Und ich darf sterben!": Durchdringt mich die ganze Bandbreite von Dürfen, so fühle ich die Gewissheit "Ich darf freudig leben. Und ich darf friedlich sterben!".

Ursprünglich ist das Leben ein umfassendes Dürfen und kein leidvolles Müssen.

Wenn sich das "normale" Bewusstsein wandelt.....

Wenn sich der Raum persönlichen Fühlens und Denkens öffnet, so stellt sich mitunter ein wundersames Erleben ein. Bspw. fühle ich mich im wogenden Schöpfungsbild enthalten; fühle mich als ein Teil des Kaleidoskops aus bunten, tanzenden Lichtern: zart und doch so voll echten, tosenden Lebens, dass es hörbar ist; sichtbar ist; spürbar ist als ein Juchzen lebendiger Freude.

Aber für jeden Erfahrenden gilt: Sei jedenfalls frei. Andere Bilder und anderes Erleben sind möglich. Wir sind das Erfahren schlichten, allumfassenden Präsentseins, was unterschiedlich in Erscheinung tritt.

Die schlichte Freude

Fokussiere nicht die Ekstase. Nimm die schlichte Freude. Sie ist solide. Wenn ein ekstatisches Erleben während des Erwachens ins Einssein vorkommt, so schenke ihm nicht allzu viel Beachtung.

Aus einer schlichten Stille erwächst ein enorm breites Glück. Die Ekstase gleicht eher der Spitze eines Berggipfels, die jedenfalls wieder verlassen werden muss, wohingegen aus der schlichten Freude stillen Gewahrseins ein breites Glück erwächst.

Die Erfahrung der Ekstase schadet nicht, aber lass sie wieder los. Bleib nicht darauf ausgerichtet, sondern kehr wieder zurück in die Gewissheit des breiten Glücks.

Im Empfinden von Seindürfen sind wir waches, freundliches Wahrnehmen. Und dieses helle Wahrnehmen gründet die stille, breite, friedliche Freude: Sie ist das Gesuchte. Diese stille Freude läuft immer ein bisschen über ... kann auch mal hoch aufsprudeln wie ein Springbrunnen ... um dann wieder unaufgeregt und solide zu fließen.