Gästebuch für Fragen & Kommentare & Rückmeldungen zu unserer Arbeit

Wir freuen uns, so du dich von unseren Bildern und Texten dazu eingeladen fühlst, dich in die Welt unseres Gästebuchs einzubringen.

Gerne beantworten wir Fragen zu deinem Erfahrungsweg.

Und wenn wir dich bereits bei einem Schritt begleiten konnten, gib gerne eine Rückmeldung. Auch für Fragen bzgl. der gemeinsamen Arbeit findet sich hier Platz.

Sich neue Erfahrungsräume zu erschließen - auch über alle Begrenzungen hinaus bis in den Einen, ewigen Raum - erleben wir als das größte Abenteuer im Menschsein.

Kommentare: 2
  • #2

    Susanne (Montag, 21 August 2017 15:53)

    Reisen in der Lebendigkeit des Lebens ...

    Johanna & Ralf sind mit mir auf verschiedenen Ebenen vertraut:
    ich kenne sie als Eltern (da unsere Söhne sich aus der Schule kennen),
    als Freunde und als Weggefährten, in deren Gegenwart ich mich sehr wohl fühle und die ich sehr schätze. Genauso empfinde ich ihre Arbeit als absolut wertvollen Bestandteil der Möglichkeit, sich ins Leben gebären zu lassen.

    Für mich ist die genauste Beschreibung ihrer Arbeit ein Zitat:
    "Es ist ökonomisch, aus einer lösenden Arbeit "Nutzen" zu ziehen,
    bei der einem "niemand" zur Seite und deswegen keiner im Wege steht."
    Das habe ich bei der Aufstellung auch so empfunden! Ein wirkliches Geschenk!

    Für mich sind bestimmte Qualitäten von Wichtigkeit, wo Menschen Menschen ins Aufwachen, ins Leben begleiten: Erdung, Wahrhaftigkeit, HUMOR!!!, Vertrauen, Menschlichkeit, Schutz, Wärme, Ehrlichkeit - und wo ich spüren und sehen kann: es gibt keine "Lehrer"persönlichkeit, die sich vom Menschen an sich unterscheidet; sondern das, was weitergegeben wird, geht Hand in Hand mit dem eigenen Menschsein in allen Bereichen.

    Was nicht bedeutet, jemand dürfe keine "Macken" haben ;-) - sondern es geht um die eigene Aufrichtigkeit und die INTEGRITÄT, von dem, was man weitergibt.

    Bei Johanna & Ralf habe ich diese lebendige Echtheit entdeckt - die auch beinhaltet, dass jede(r) frei ist, seine eigenen Meinungen zu haben - oder behalten zu wollen :-).

    Aber da sind auch immer die einladenden Hände, in ein lebendiges freieres Sein zu kommen - und damit auch erst wirklich in seine eigene Individualität zu finden!

    Das verspüre ich ganz tief in ihrer Arbeit und in ihrem Sein.
    ... und das ist wunderbar :-).

    :-) Danke <3.

  • #1

    Thomas Niessen (Freitag, 18 August 2017 10:20)

    Ein kurzer Rückblick: Meine Kindheit war geprägt von großer Not, da von meinen Eltern die nötige Nähe und Liebe fehlte. Entsprechend schwierig verlief dann auch mein Leben, meine Beziehungen funktionierten nicht, ich verlor meine Jobs, mir fehlte es an Selbstbewusstsein und Selbstliebe, ich landete im Drogensumpf und sprichwörtlich in der Gosse.
    In mir reifte der Entschluss, mein altes Leben hinter mir zu lassen und mich ganz dem Yoga zu widmen. So schloss ich mich einer sprituellen Gemeinschaft an. Schnell hatte ich mir eine disziplinierte Praxis aufgebaut, ich praktizierte täglich bis zu 6 Stunden – Meditation, Pranayama und Asanas – war nebenbei Hausmeister. Nach meiner Abschlussprüfung zum Yogalehrer lernte ich selbst, Yogalehrer auszubilden und wurde Hauptunterrichtender. Alles paletti, sollte man meinen.
    Ich dachte die ganze Zeit, viel praktizieren und die Schriften zu lesen wäre die absolute Lösung: So wurde es auch vermittelt. Ich spürte aber, dass dem nicht so ist, konnte es aber nicht richtig greifen, war auch nicht in der Lage, dem neuen, sich besser anfühlenden Kompensationsmodell den Bankrott zu erklären. Nicht dass Yoga und seine Philosophien keinen Wert hätten, aber es falsch zu betrachten ist schneller geschehen als man es wahrhaben möchte. Es ist schon erstaunlich, wie sehr man die spirituelle Kompensation nicht mitbekommt bzw. wie geschickt sie sich verkleidet, sodass man sich erstmal mit allen Mitteln wehrt und andere eher verletzt anstatt sich zu hinterfragen, sobald die Täuschung ans Licht kommen will.
    Meine Partnerin verließ ein Jahr vor mir die spirituelle Gemeinschaft, ich folgte ihr, wir zogen zusammen, ich baute mir eine Selbstständigkeit als Yogalehrer auf, unterrichtete auch weiterhin für jene spirituelle Gemeinschaft, alles hatte einen relativ guten Verlauf. Mit der Zeit schlichen sich aber wieder alte Tendenzen ein, die Beziehung bröckelte, ich strebte auch weiterhin auf altbekannte Weise nach Erleuchtung und Erfüllung. Schließlich verlor ich meinen Hauptauftraggeber, meine Partnerin beendete die Beziehung, kurz gesagt, es war wieder alles beim Alten. Das machte mich sehr nachdenklich und spätestens jetzt wusste ich, dass ich immer noch auf dem Holzweg war. "Was nun?" war die große Frage.
    Mir fiel eines Tages ein Buch zu Spiritualität und Erleuchtung in die Hände, "Sein" von Adyashanti, ein durch und durch ehrliches und aufrichtiges Buch. Es öffnete mir die Augen und mir wurde klar, dass ich aus eigener Kraft und nur durch Yoga und Meditation eben nicht meine altbekannten Probleme gelöst bekomme. Ich brauchte und wünschte mir eine wache und aufrichtige Begleitung, und prompt begegnete sie mir im Wartezimmer eines Zahnarztes in der Person von Johanna und Ralf Neukirch (www.erwachen-jetzt.de).
    Ralf sagte mir zunächst, dass er mir nicht helfen kann, aber er könne mich gerne begleiten – durch diese Aussage wusste ich, dass sie die Richtigen sind. Ich lernte ihre Arbeit (spirituelle Aufstellungsarbeit & Gespräche) kennen. Die Begleitung führte mich zurück in die prägende Zeit meiner Kindheit, denn genau da, soviel weiß ich heute sicher, gilt es hinzuschauen, wenn man seine Verletzungen und Schwierigkeiten in der Jetztzeit verstehen und lösen möchte. Zudem kann ihre Arbeit aus dem Irrtum, eine geprägte Person zu sein herausführen, um sich wieder als reines Sein zu verstehen und zu fühlen. Durch ihre Begleitung hört mein Suchen immer mehr auf; durch das Suchen übersieht man schnell die eigene Not und ich erfahre an mir, dass ich mich immer besser so annehmen kann wie ich eben bin, als reines Sein in einer geprägten Person.
    Ich kann nur jedem spirituellen Sucher, gerade wegen der Haltung des Suchens, ans Herz legen, sich solch einer Arbeit hinzuwenden, denn zu schnell möchte man sich durch Yoga oder andere Techniken zu einer besseren Person gestalten. Das ist für mich fast das Gleiche wie sich durch eine Droge ein besseres Gefühl zu verschaffen und unterm Strich noch schlechter zu durchschauen, weil scheinbar heller, edler oder heiliger.
    Bis heute befinde ich mich in Begleitung der beiden wachen Seelen und trotz all dem Schmerz, den ich nochmal durchlebe und sicher auch noch durchleben werde, bereue ich es nicht und gehe weiter. Wie lange diese Reise auch dauern mag, sofern es überhaupt eine ist, und egal, was ich tue, ich kann nicht wissen, ob ich jemals ganz geheilt sein werde. Denn Gottes Wille geschieht und eben nicht meiner, so gerne ich das auch hätte.
    Ich danke Euch beiden von Herzen. Respektvoll schaue ich auf den langen Weg, den Ihr gegangen seid, auf all den Schmerz, dem Ihr euch gestellt und durchlebt habt. Immer wieder erkenne und bestaune ich Euer absolut ehrliches und waches Dasein, es ist so selten in dieser Welt. Ich danke auch meiner wachen, schönen Ehefrau und bestaune meine kleine Tochter, die auf natürliche Weise einfach nur da ist, in wacher Präsenz. Möge der Frieden in meinem Herzen Platz finden.